Berlinale 2008

Die heutigen Termine auf einem Blick

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein

Wettbewerb
9.00 Press screening Shahada
10.30 Photo Call / Press Centre
10.45 Press Conference

12.00 Press screening The Kids Are All Right
13.45 Photo Call / Press Centre
13.55 Press Conference

16.00 Press screening How I Ended This Summer
17.55 Photo Call / Press Centre
18.05 Press Conference

16.30 Premiere Shahada
19.30 Premiere The Kids Are All Right
22.30 Premiere How I Ended This Summer

Internationale Jury – Renée Zellweger

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein

Zellweger, Renee Die Kinokarriere der international bekannten Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger begann u.a. mit “Jerry Maguire – Spiel des Lebens”, “Teurer als Rubine” oder “Nurse Betty – Gefährliche Träume”. Als Titelheldin der Liebeskomödien “Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück” (2001; Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin) und der Fortsetzung “Bridget Jones – am Rande des Wahnsinns” feierte die gebürtige Texanerin einen internationalen Publikums- und Kritikererfolg. Auf der Berlinale brillierte Zellweger 2003 in dem Eröffnungsfilm “Chicago”, für den sie ebenfalls eine Oscarnominierung als Beste Hauptdarstellerin erhielt, sowie 2004 in dem Wettbewerbsbeitrag “Unterwegs nach Cold Mountain”, der ihr einen Oscar einbrachte.

How I Ended This Summer – Russische Förderation

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein, Film

Ein Ort. Ein Tag. Zwei Männer.

Bei dem Ort handelt es sich um eine Polarstation auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer. Der Tag hier oben dauert in Wahrheit Wochen, weil die Sonne in diesen hohen Breitengraden im Sommer niemals untergeht. Früher befand sich hier eine wichtige Forschungsstation, inzwischen sind der erfahrene Meteorologe Sergei (Sergei Puskepalis) und der Hochschulabsolvent Pavel (Grigoriy Dobrygin) ihre einzigen Bewohner. Bald wird ein Schiff eintreffen und die beiden abholen. Für Sergei geht damit ein mehrjähriger Aufenthalt zu Ende. Seiner Rückkehr auf das Festland, zu Frau und Sohn, sieht er mit Sorge entgegen. Pavel hingegen hofft, dass vorher noch Aussicht auf ein echtes Abenteuer besteht, auf das er sehr gehofft hatte, als er sich freiwillig zu einem Praktikum in dieser einsamen Gegend gemeldet hat. Irgendwann, als Sergei beim Angeln ist, fängt Pavel einen Funkspruch auf, den er Sergei zu melden sich nicht getraut. Stattdessen tut er alles Mögliche, um die Nachricht vor ihm zu verbergen – in der Hoffnung, die Ankunft des Schiffes werde ihn von seiner Pflicht entbinden. Doch dann muss Pavel erfahren, dass das Schiff in diesem Jahr wohl gar nicht mehr kommt.

Zu seinem polaren Psychothriller hat sich Regisseur Alexej Popogrebski von den Tagebüchern N. V. Pinegins anregen lassen, die dieser schrieb, als er 1912 den russischen Polarforscher Georgi J. Sedov bei dessen tödlich endendem Versuch begleitete, den Nordpol zu erreichen, und die Popogrebski als 14-Jähriger las. “Seitdem hat mich die Fähigkeit, sich mit Auffassungen von Zeit und Raum abzufinden, die sich von unseren üblichen Einteilungen nach Stunden, Häuserblocks oder U-Bahn-Stationen drastisch unterscheiden, enorm fasziniert. Von solch zwei persönlichen (und unvereinbaren) Raum-und-Zeit-Maßstäben erzählt mein Film.”

The Kids Are All Right – USA/Frankreich

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein, Film

Nic (Annette Bening) und Jules (Julianne Moore) sind schon lange genug zusammen, um alle Höhen und Tiefen einer Langzeitbeziehung durchlebt zu haben. Die aufreibende Arbeit in ihrer Praxis hat Nic unaufmerksam gegenüber den Bedürfnissen ihrer Partnerin gemacht. In ihrer Mutterrolle fühlt Jules sich unterfordert, sie will einen Gartenbaubetrieb aufmachen, doch Nic ist bei solchen Überlegungen keine große Hilfe. Ihre Tochter Joni (Mia Wasikowska) ist eine vorbildliche Schülerin, die im Herbst ihr Studium an einer Eliteuni beginnen wird. Sie nervt die permanente Kontrolle ihrer Eltern. Darunter leidet auch ihr 15-jähriger Bruder Laser (Josh Hutcherson), der die ganze Zeit mit seinem schlaffen Freund Clay (Eddie Hassell) herumhängt.

Als Jonis Studienbeginn naht, bittet Laser seine Schwester um einen Gefallen: Er möchte unbedingt ihren gemeinsamen biologischen Vater kennenlernen. Mit ihren 18 Jahren kann Joni einen Nachforschungsantrag stellen. Gegen ihre eigene Überzeugung willigt sie ein und schon wenige Tage später meldet sich Paul (Mark Ruffalo). Er lädt die Geschwister ein, ihn in seinem angesagten Bio-Restaurant zu besuchen.

Bei ihrem Treffen verstehen sich Joni, Laser und Paul hervorragend. Trotzdem beschließen die Geschwister, zu Hause nichts von Paul zu verraten. Die nächsten Tage verbringt Laser seine Zeit lieber mit Clay. Von seiner Zugeknöpftheit beunruhigt stellen Nic und Jules ihn zur Rede. Sie machen sich Sorgen und wollen wissen, was er vor ihnen geheim hält. Im Glauben, dass sie von der Begegnung mit Paul wissen, erzählt Laser vom Treffen der Geschwister. Sein Geständnis trifft Nic und Jules vollkommen unvorbereitet. Als krisenerprobte Eltern entschließen sich die beiden, dem Problem mit Entschiedenheit zu begegnen. Sie laden Paul zum Essen ein, fest gewillt, ihn mit einer eisigen Mauer umwerfender Freundlichkeit zur Strecke zu bringen. Dann kommt Paul …

Shahada – Deutschland

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein, Film

Der Episodenfilm erzählt von Maryam (Maryam Zaree), Samir (Jeremias Acheampong) und Ismail (Carlo Ljubek), drei jungen Muslimen in Berlin, deren Werte und deren Glaube im Laufe ihrer Geschichten ins Wanken geraten. Drei Menschen, die das Leben dazu zwingt, sich neu zu orientieren und sich zu fragen, wer sie sind, wen sie lieben und woran sie glauben. In der Moschee von Vedat, einem aufgeklärten islamischen Geistlichen, kreuzen sich ihre Wege.

Maryam, die Tochter von Vedat (Vedat Erincin) ist ein lebenslustiges und sehr westlich orientiertes Mädchen. Wegen ihrer freizügigen Art kommt es oft zu Auseinandersetzungen mit ihrem alleinerziehenden Vater, der sich um den Lebenswandel der 19-Jährigen große Sorgen macht. Nicht ganz zu Unrecht, denn Maryam ist ungewollt schwanger geworden.

Der Nigerianer Samir besucht gemeinsam mit seinem besten Freund Daniel (Sergej Moya), einem Deutschen, Vedats Koranunterricht. Schnell wird klar, dass Daniel in Samir mehr sieht als nur einen Freund – und dass seine Gefühle von Samir erwidert werden. Die beiden Jungen kommen sich langsam näher.

Ismail, Polizist und Familienvater, ist Mitte dreißig und steht eines Tages bei einer Razzia auf dem Großmarkt Leyla (Marija Skaricic) gegenüber – der Frau, die vor drei Jahren von einem Querschläger aus seiner Waffe lebensgefährlich verletzt wurde. Ismails inneres Gleichgewicht gerät durch dieses Treffen völlig durcheinander.

Der Titel des Films bezieht sich auf die erste Säule des Islam: Shahada, das Glaubensbekenntnis. Shahada ist die Entscheidung für einen Weg. Die Protagonisten des Films ringen, jeder auf seine Art, mit der Suche nach dem richtigen Weg und Umgang mit ihrem Glaubens- und Wertesystem.

Mittwoch, 17.02. – Tag 7

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein

Heute erwartet uns mit “Shahada” ein weiterer deutscher Wettbewerbsbeitrag, mit “The Kids Are All Right” einen weiteren Film mit Mark Ruffalo im Wettbewerb und den Wettbewerbsbeitrag aus der Russischen Förderation “How I Ended This Summer”. Wie immer stelle ich Euch gleich alle Filme im Einzelnen vor.

Vier starke Frauen ergeben schnell einen guten Film – Please Give

geschrieben am 17. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Film, Pressekonferenz

Please Give Catherine Keener kehrt an die Spree zurück. Nach dem sie 2005 “Capote” im Wettbewerb vorstellte, kam sie nun gemeinsam mit ihren Schauspielkolleginnen Amanda Peet, Rebecca Hall und ihrer Regisseurin Nicole Holofcener und stellte den US-amerikanischen Beitrag “Please Give” vor.

Kate (Catherine Kenner) und Alex (Oliver Platt) sind ein Paar, dass in Manhattan einen Möbelladen betreibt und sich auf Werte aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts spezialisiert hat. Nachschub bekommen sie von den Angehörigen verstorbener Personen. Das Apartment ihrer uralten Nachbarin würden sie gerne kaufen, die Wände rausreißen und ihr Zuhause vergrößern. Sie können es gar nicht abwarten, dass der unhöflichen Dame das zeitliche segnet, doch dann lernen sie die beiden Enkeltöchter kennen. Alex fängt mit Mary (Amanda Peet) eine heimliche Beziehung an. Die andere Enkeltochter, Rebecca (Rebecca Hall), leidet unter der Ignoranz ihrer Schwester der Großmutter gegenüber. Beide Geschichten verbinden sich mit einander und am Ende geht es um Krankheit, Alter, Armut und Tod, doch der Film ist alles andere als traurig. “Ich finde Humor in allen Situationen. So lebe ich. Ich nehme diese Themen schon ernst, bringe aber gerne etwas ein, worüber man lachen kann”, sagte die Regisseurin, die mit Woody Allen-Filmen aufwuchs.

Trotz des hohen Frauenanteils am Set, wäre die Zusammenarbeit perfekt verlaufen, berichteten die vier Damen auf der Pressekonferenz. Oliver Platt konnte leider nicht erscheinen. “Er ist eine sehr lustige Person, aufgeweckt und gut. Und er kommt jedes Mal mit seinem Fahrrad ans Set,” scherzte Keener über ihren Schauspielkollegin. Für sie war “Please Give” bereits die vierte Zusammenarbeit mit der Regisseurin. “Es ist aber jedes Mal anders, weil die Charakteren anders sind”, sagte die gebürtige New Yorker Regisseurin. Und Catherine fügte hinzu: “Jede Freundschaft ändert sich, aber ich finde es großartig mit Freunden zu arbeiten, da man einander vertraut.” Amanda Peet liebt besonders die starken Frauenrollen in Holofceners Filmen. Holofcener dazu: “Ich finde es gibt noch lange nicht genug gute Rollen für Frauen.” Holofcener, die auch das Drehbuch schrieb, wurde laut eigenen Aussagen von ihrem Nachbarn, der das Apartment neben sich kaufen wollte, zu dieser Geschichte inspiriert.

“Please Give” läuft außer Konkurrenz, aber ohnehin arbeiten die Frauen nicht im Filmbusiness um Preise zu ergattern. “Natürlich hoffe ich, dass sich der Film verkauft und dass ich ihn finanziert bekomme und letztendlichen diesen und jeden Schauspieler bekomme, aber auf Preise bin ich nicht aus,” sagte die Regisseurin.

Letztendlich sah man der Low-Budget-Produktion an, dass die Regisseurin frei war und ihr eigenes Konzept fahren konnte. Es machte einfach Spaß in der Großstadtkomödie dem weiblichen Schauspieltrio zu zuschauen.

Die heutigen Termine auf einem Blick

geschrieben am 15. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein

Wettbewerb
9.00 Press screening Honey
10.50 Photo Call / Press Centre
11.00 Press Conference

12.00 Press screening Please Give
13.30 Photo Call / Press Centre
13.40 Press Conference

16.00 Press screening Zeit des Zorns
17.50 Photo Call / Press Centre
18.00 Press Conference

16.00 Premiere Honey
19.30 Premiere Please Give
22.30 Premiere Zeit des Zorns

Internationale Jury – Yu Nan

geschrieben am 15. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein

Yu Nan Die Schauspielerin Yu Nan, in ihrer Heimat China als “Königin des Arthouse-Films” bekannt, hat eine Reihe eindrucksvoller Frauengestallten gespielt (“Lunar Eclipse”, “The Story of Er Mei”) und dafür zahlreiche Darsteller-Preise erhalten. Für ihre Rolle in “Tuyas Hochzeit” (Goldener Bär der Berlinale 2008) erhielt sie unter anderem die Auszeichnung als beste Schauspielerin beim Chicago International Film Festival. In Hollywood und Babelsberg stand sie 2008 für den Action-Film “Speed Racer” vor der Kamera.

Zeit des Zorns – Deutschland/Iran

geschrieben am 15. February 2010 von Haiko in 60. Berlinale, Allgemein, Film

Vor kurzem erst wurde Ali (Rafi Pitts) aus dem Gefängnis entlassen. Nun arbeitet er als Nachtwächter in Teheran. Er hat eine Stelle in einer Fabrik gefunden, so ist es ihm immerhin möglich, für den Lebensunterhalt seiner kleinen Familie – seiner Ehefrau Sara (Mitra Hajjar) und ihrer gemeinsamen Tochter Saba (Saba Yaghoobi) – zu sorgen.

Doch als Ali eines Tages von der Arbeit kommt, sind Sara und Saba verschwunden. Als alles Warten nichts nützt, wendet Ali sich an die Polizei. Doch auf der Wache herrscht Chaos, es dauert Stunden, ehe man ihm eine Auskunft geben kann. Dann teilt man ihm mit, dass es eine Schießerei mit Demonstranten gegeben habe. Alis Frau Sara sei zufällig in sie hineingeraten und getötet worden, Saba hingegen sei noch immer vermisst.

Die Suche nach seiner Tochter treibt Ali in tiefe Verzweiflung, zumal sie damit endet, dass man ihre Leiche findet. In einem Akt blindwütiger Rache tötet Ali daraufhin wahllos zwei Polizeioffiziere. Anschließend flieht er in Richtung der nördlichen Wälder. Doch längst ist die Polizei dem Flüchtling auf der Spur. Auf der Landstraße liefern sich Ali und ein Polizeiwagen eine wilde Verfolgungsjagd. Sie endet mit einem Unfall Alis, der daraufhin in den Wald rennt und Schutz zwischen den Bäumen sucht.

Doch vergeblich. Die zwei Polizeibeamten, die hinter ihm her waren, Hassan (Hassan Ghalenoi) und Nazem (Ali Nicksaulat), nehmen ihn fest. Ali scheint sich in sein Schicksal zu ergeben. Willig folgt er den beiden Männern, die ihn scharf bewachen. Doch dann verlaufen sie sich, überall sehen sie nur Bäume. In solch einer einsamen Landschaft sind die Grenzen zwischen Jägern und Gejagtem nur sehr schwer zu ziehen …