Berlinale 2008

Monatsarchiv für February 2010

Honey erhält den Goldenen Bären – alle Preisträger auf einem Blick

Saturday, den 20. February 2010

Semih Kaplanoglu Goldener Bär für den Besten Film
“Bal” (“Honey”)
von Semih Kaplanoglu

Silberner Bär – Großer Preis der Jury
“Eu cand vreau sa fluier, fluier” (“If I Want To Whistle, I Whistle”)
von Florin Serban

Silberner Bär – Beste Regie
Roman Polanski
für “The Ghost Writer” (“The Ghost Writer”)

Silberner Bär – Beste Darstellerin
Shinobu Terajima
in “Caterpillar” (“Caterpillar”) von Koji Wakamatsu

Silberner Bär – Bester Darsteller
Grigori Dobrygin
in “Kak ya provel etim letom” (“How I Ended This Summer”)
von Alexei Popogrebsky
ex aequo
Sergei Puskepalis
in “Kak ya provel etim letom” (“How I Ended This Summer”)
von Alexei Popogrebsk

Silberner Bär – Herausragende Künstlerische Leistung in der Kategorie Kamera
Pavel Kostomarov für die Kamera in
“Kak ya provel etim letom” (“How I Ended This Summer”)
von Alexei Popogrebsky

Silberner Bär – Bestes Drehbuch
Wang Quan’an und Na Jin
für “Tuan Yuan” (“Apart Together”)
von Wang Quan’an

Alfred-Bauer-Preis
In Erinnerung an den Gründer des Festivals, für einen Spielfilm, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet.
“Eu cand vreau sa fluier, fluier” (“If I Want To Whistle, I Whistle”)
von Florin Serban

Die Preisverleihung und alle Preisträger

Saturday, den 20. February 2010

Goldener Bär - Internationale Filmfestspiele Berlin So eben wurden vor 1600 geladenen Gästen die Preise der diesjährigen Berlinale verliehen. Durch die Preisverleihung führte Anke Engelke, die gemeinsam mit Festivaldirektor Dieter Kosslick und den Mitgliedern der Internationalen Jury die Statuen übergab. In seiner Eröffnungsrede dankte Dieter Kosslick dem Publikum für einen neuen Besucherrekord von über 300.000 verkauften Tickets, für die vielen Leute, die in die Kiez-Kinos unter dem Motto “Berlinale goes Kiez” strömten und für die 2000 Menschen, die bei -10 °C vor dem Brandenburger Tor ausharrten und sich die restaurierte Fassung von Fritz Langs “Metropolis” anschauten. Natürlich dankte er auch obligatorisch dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann und den Sponsoren. Ebenfalls gab er seine neue Kürzelerklärung für den Hauptsponsoren BMW bekannt: “Berlinale mit Wagen,” scherzte er. Dann konnte die Preisverleihung starten. Als erstes wurde der japanische Regisseur Yuji Yamada mit einer Berlinale Kamera geehrt und dann wurde es auch schon spannend.

Die Jury für den Besten Erstlingsfilm bestand aus Michael Verhoeven, Ben Foster und Lorna Tee. Die Berlinale engagiert sich seit der Einführung des Preises im Jahre 2006 mit einer Förderung für den Filmnachwuchs. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseur und Produzent des Films “Sebbe”. Zudem wurde dem Regisseur Babal Najafi ein hochwertiger “Viewfinder” als nützliches Werkzeug für kommende Projekte und Erinnerungsstatuette überreicht.

Lorna Tee gab vor der Bekanntgabe des Preisträgers an: “Leider konnten wir nur einen auswählen, der hat mir dafür aber das Herz gebrochen. Es ist eine Mutter-Sohn-Beziehung aus einer grausamen Welt.”

In Erinnerung an den Gründer des Festivals, bekommt ein Spielfilm den Alfred-Bauer-Preis, der neue Perspektiven der Filmkunst eröffnet. Dieses Jahr bekam diesen Preis der Film “If I Want To Whistle, I Whsitle” von Florian Serban. Überreicht wurde der Preis durch Jury-Mitglied Francesca Comencini.

Florian Serban dankte zunächst seinem Team und sagte dann: “Ich möchte den Preis den Kindern widmen, die mit mir diese Reise begonnen haben, die Briefe an die Mütter geschrieben haben, die sie nie getroffen haben.”

Den Silbernen Bären für das Beste Drehbuch überreichte Jury-Mitglied Yu Nan und die Gewinner hiessen Wang Quan’an und Na Jin, die das Drehbuch zu “Apart Together” verfassten.

Wang Quan’an dankte dem Publikum und dem Festivaldirektor: “Als Dieter mich eingeladen hatte, hat er gesagt, dass mein Film ein guter Eröffnungsfilm sein könnte, aber er hatte nicht gesagt, dass er auch hier am Ende eine Rolle spielen würde. Vor drei Jahren fand ich vor der Preisverleihung nicht gleich meine Hose und dieses Jahr habe ich meine Jacke nicht gleich gefunden,” scherzte der Drehbuchautor und Regisseur. “Draussen war es eine kalte Berlinale, aber im Kino drin die wärmste, die ich je mitgemacht habe. Als ich den Film “Apart Together” drehte, wollte ich ein Jahrhundert einfangen und Leute, die von einander getrennt sind. Besonders für Berlin war das auch immer ein großes Thema. Ich wollte dafür einen Satz vor dem Film haben, nämlich dass der Film der Stadt Berlin gewidmet ist. Danke schön.”

Den Silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung in der Kategorie Kamera übergab Jury-Präsident Werner Herzog an Pavel Kostomarov, der die Kamera bei dem Film “How I Ended This Summer” führte.

Den Silbernen Bären für den besten Darsteller überreichte Jury-Mitglied Cornelia Froboess an die beiden Darsteller Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis aus “How I Ended This Summer”.

“Was wir hier in der Hand halten, ist die Frucht der Arbeit von vielen Menschen, unter anderem auch der Arbeit der Jury der Berlinale,” sagte Sergei Puskepalis. Sein Schauspielkollege Grigori Dobrygin stotterte vor Glück: “Das war meine allererste Rolle, aber so einen Anfang … ich möchte sagen … vielen herzlichen Dank, mein Dank gilt dem Regisseur.”

Den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin übergab Jury-Mitglied Nuruddin Farah an die Schauspielerin Shinobu Terajima für ihre darstellerische Leistung in dem Film “Caterpillar”.

Der Regisseur des Films Kohi Wakamatsu übernahm stellvertretend den Preis, da die Darstellerin bereits wieder auf der Bühne stand. Er sagt: “Sie hat mir eine E-Mail geschrieben, die ich mal vorlesen werde: Ich bin ganz glücklich im Jubiläumsjahr diesen ehrenvollen Preis erhalten zu haben, mit Dankbarkeit werde ich diesen Preis mein Leben lang in Ehren halten. Ich hoffe, dass wir eines Tages eine Welt ohne Krieg haben werden. Ich hoffe, dass der Film der Welt vermittelt, dass Mord und Totschlag keine Antworten sind. Herzlichen Dank an allen, an die Junioren, an die Berlinerinnen und Berliner und an das Publikum meinen recht herzlichen Dank.”

Den Silbernen Bären für die Beste Regie übergab Jury-Mitglied José Maria Morales. Preisträger Roman Polanski konnte leider nicht zugegen sein, deswegen nahmen die Produzenten des Films “Der Ghost Writer” stellvertretend den Preis entgegen. Robert Bernmussa sagte: “Ich würde gerne Deutschland danken, wo wir den Film mit einer hervorragenden deutschen Crew gedreht hatten. Ebenso den Filmfonds, ohne die dieser Film nicht hätte entstehen können. Ich möchte mich auch bei unserem hervorragenden Partner, dem Studio Babelsberg, bedanken. Am Ende dieser Reise möchte ich auch dem deutschen Filmfestival danken.” Sein Kollege Alain Sarde gab hinzu: “Ich bin mir sicher, das Roman sich sehr freuen würde, aber er sagte mir: Selbst wenn ich könnte, würde ich nicht kommen. Das letzte Mal wo ich zu einem Festival ging, um einen Preis zu empfangen, bin ich im Gefängnis gelandet.”

Den Silbernen Bären, der Große Preis der Jury übergab Jury-Mitglied Renée Zellweger an den Film “If I Want To Whistle, I Whistle” von Florian Serban.

Zu guter Letzte übergab Jurypräsident Werner Herzog den Goldenen Bären für den Besten Film mit den Worten: “Die Jury bestand aus hochrangigen Mitgliedern. Es war sehr leicht, wir konnten schnell eine Entscheidung finden. Wir waren uns gleich einig und ich danke Dieter Kosslick für die wunderbare Auswahl der Filme. Wir haben uns über jeden Film gefreut.” Der Goldene Bär ging an den Film “Honey” von Semih Kaplanoglu, der sich mit einigen Worten bedanken wollte: “Ich möchte mich vor allem bei der Berlinale bedanken, bei der Jury, die uns hiermit belohnt hat, ZDF/ARTE, der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, meinem Team, meiner Mutter und meiner Frau, allen, die dazu beigetragen haben. Ich erzähle noch schnell eine kleine Anekdote: Während der Dreharbeiten sahen wir in 10 Meter Entfernung einen Bären, der Honig schleckte. Als er uns sah, flüchtete er vor uns. Ich denke, er ist hiermit zurückgekehrt,” sagte er und hielt den Goldenen Bären in die Luft.

Über 300.000 verkaufte Tickets

Saturday, den 20. February 2010

Das Publikum des wahrscheinlich weltweit größten Filmfanfestivals feierte und zelebrierte auch in diesem Jahr wieder die Internationalen Filmfestspiele von Berlin und machten den runden Geburtstag der Berlinale aller Ehren. Man konnte mit über 300.000 verkauften Tickets einen neuen Zuschauerrekord verzeichnen.

Heute findet ab 19 Uhr die Preisverleihung im Berlinale Palast vor rund 1.600 geladenen Gästen statt. Wer keine Einladung erhalten hat, der kann die Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären, des Alfred-Bauer-Preises sowie des Besten Erstlingsfilms LIVE in 3sat verfolgen. Der japanische Regisseur Yoji Yamada, dessen Film “About Her Brother” auch gleichzeitig der diesjährige Abschlussfilm sein wird, erhält zudem die Berlinale Kamera. Festivaldirektor Dieter Kosslick und die Internationale Jury unter dem Vorsitz von Werner Herzog werden die Preise überreichen. Durch die Preisverleihung führt Anke Engelke.

Sobald die Gewinner fest stehen, werde ich Sie natürlich hier präsentieren.

Die heutigen Termine auf einem Blick

Saturday, den 20. February 2010

Wettbewerb
9.00 Press screening About Her Brother
11.05 Photo Call / Press Centre
10.15 Press Conference

Preise Unabhängige Juries
Ort: Saarländische Landesvertretung
12.30 Press Conference

Wettbewerb - Preisträger
20.50 Press Conference

About Her Brother – Japan – Abschlussfilm

Saturday, den 20. February 2010

Die wechselvolle Geschichte einer Mittelstandsfamilie.

Nach dem Tod ihres Mannes hat Ginko (Sayuri Yoshinaga) zusammen mit ihrer Tochter Koharu (Yû Aoi) und ihrer Schwiegermutter die Leitung von Takano Pharmacy übernommen. Doch Koharu ist im Begriff zu heiraten. Nach der Hochzeit wird sie zu ihrem Mann ziehen und die Leitung der Firma ihrer Mutter und der Großmutter überlassen. Darüber ist sie nicht glücklich.

Auf ihrer Hochzeitsfeier taucht überraschend Ginkos jüngerer Bruder Tetsuro (Tsurube Shôfukutei) auf. Er ist das schwarze Schaf der Familie, ein gescheiterter Sänger, der seinen Unterhalt an einem Straßenstand verdient, an dem er frittierten Fisch verkauft. Tetsuro bewundert seine schöne Nichte und lässt sich zu einem Auftritt zu Ehren des Hochzeitpaares hinreißen, der die Verwandten in spe so erschüttert, dass Ginko sich später für ihren Bruder entschuldigen muss. Am nächsten Morgen ermahnt Ginko ihren zerknirschten Bruder, seine Träume vom Ruhm endlich zu begraben und sich mehr um seine Fischbude zu kümmern.

Einige Zeit ist vergangen, als Ginko von einem Besuch von Koharu überrascht wird. Ihre Ehe scheint in Gefahr zu sein und kurze Zeit später ist sie tatsächlich zerbrochen. Kurz darauf besucht eine Frau aus Osaka Ginko. Hitomi stellt sich als die Ehefrau Tetsuros vor, der sich mit Alkohol und Glücksspiel vollends um Kopf und Kragen bringen würde. Ginko gibt ihr Geld von ihren Ersparnissen. Dann taucht Tetsuro bei seiner Schwester auf. Es kommt zu einem Streit zwischen den Geschwistern, nach dem der Kontakt abbricht. Wieder sind Jahre vergangen, als Ginko einen Telefonanruf erhält. Sie soll nach Osaka kommen …

Samstag, 20.02. – Tag 10

Saturday, den 20. February 2010

An dem heutigen Tage wird die Preisverleihung der 60. Berlinale stattfinden und im Anschluss an der Zeremonie wird der Abschlussfilm gezeigt, der japanische Beitrag “About Her Brother”.

Die heutigen Termine auf einem Blick

Thursday, den 18. February 2010

Wettbewerb
9.00 Press screening Eine Familie
10.40 Photo Call / Press Centre
10.50 Press Conference

12.00 Press screening The Killer Inside Me
14.00 Photo Call / Press Centre
14.10 Press Conference

15.30 Press screening Mammuth
17.20 Photo Call / Press Centre
17.30 Press Conference

16.30 Premiere Eine Familie
19.30 Premiere The Killer Inside Me
22.30 Premiere Mammuth

Mammuth – Frankreich

Thursday, den 18. February 2010

Ein Arbeiter in einem Schlachthof. Ein korpulenter, schweigsamer Kerl. Er ist gerade 60 geworden, und seine Kollegen haben zu seiner Pensionierung eine Abschiedsfeier organisiert. Der Mann hat gearbeitet, seitdem er 16 war. Ist niemals arbeitslos gewesen, niemals krank. Nun hat er einen Termin bei der Pensionskasse und muss erfahren, dass im Laufe seines chaotischen Arbeitslebens sechs Arbeitgeber vergessen haben, seinen Lohn zu melden. Also ist er gezwungen, die entsprechenden Nachweise nachzuliefern.

Auf Druck seiner Frau besteigt unser Held sein altes Motorrad, eine “Mammuth” aus den 70er Jahren, dem der Mann seinen Spitznamen verdankt, und kehrt zurück in die Orte seiner Jugend. Auf seiner Reise trifft er ehemalige Kollegen, alte Freunde, lang verschollene Verwandte. Und ganz allmählich wird ihm klar, dass ihn damals alle für einen Idioten gehalten haben – und dass sie es auch heute noch tun.

Der Selbstzweifel, der an ihm nagt, und die Erinnerung an Yasmine, seine erste große Liebe, die er bei einem dramatischen Motorradunfall verlor, sorgen dafür, dass der Anlass seiner Unternehmung zur Nebensache wird. In dieser Situation rettet ihn seine junge Nichte, die ihn mit naiver Kunst und ihren unkonventionellen Freundinnen bekannt macht, was den begeisterten Dichter in ihm weckt, der in ihm schlummerte.

Mammuth (Gérard Depardieu) ist nämlich gar nicht der dumpfe Kerl, für den ihn alle hielten. Es ist nur so, dass der traumatische Verlust Yasmines ihn damals blockiert und die Reaktion der anderen auf seinen Mangel an Kultur ihn gelähmt haben. Nun aber kommt für ihn die Zeit der Wiedergutmachung!

The Killer Inside Me – USA/Großbritannien

Thursday, den 18. February 2010

Ein Neo-Noir-Film nach einem der großen Klassiker der hartgesottenen Pulp-Literatur:

Michael Winterbottoms neuer Film basiert auf einem Roman des aus Oklahoma stammenden Kriminalschriftstellers Jim Thompson (1906 –1977), der als Drehbuchautor für Stanley Kubrick arbeitete und mit seinen Romanen die Vorlage für Filme wie “Getaway” (Sam Peckinpah, 1972), “Der Saustall” (Bertrand Tavernier, 1981) und “The Grifters” (Stephen Frears, 1990) geliefert hat. “Der Mörder in mir” – 1952 erschienen und 1976 bereits schon einmal, vom Regisseur Burt Kennedy mit Stacy Keach in der Hauptrolle, verfilmt – gehört zu den persönlichsten Werken dieses oft unterschätzten Autors, dessen Vater in Oklahoma als Sheriff arbeitete, bis er wegen Veruntreuung angeklagt wurde und nach Mexiko floh.

Ein korrupter Sheriff steht auch im Mittelpunkt dieser Geschichte: Lou Ford (Casey Affleck), ein scheinbar menschenfreundlicher Deputy, dem die Sympathien so ziemlich all seiner Mitbürger gehören. Sogar mit den Ganoven in seiner Kleinstadt kommt er ganz gut klar – sie nehmen ihn einfach nicht ganz für voll. Doch hinter der Fassade des gutmütigen Biedermanns verbirgt sich ein unberechenbarer Beamter. Denn Lou hat einen Haufen Probleme. Probleme mit Frauen und Probleme mit der Strafverfolgung, seitdem die Zahl der Mordopfer in seinem kleinen Distrikt eine beunruhigende Größenordnung annimmt. Irgendwann bleibt es nicht aus, dass ein schlimmer Verdacht sich gegen Lou selbst richtet. Und dass herauskommt, wer der Mann in Wahrheit ist. Ein Sadist. Ein Psychopath. Ein eiskalter Mörder.

Eine Familie – Dänemark

Thursday, den 18. February 2010

Ditte (Lene Maria Christensen) ist die Tochter einer berühmten dänischen Bäckerfamilie, der Rheinwalds. Sie lebt in Kopenhagen, ist eine erfolgreiche Galeristin und ständig unterwegs.

Als man Ditte ihren Traumjob in New York anbietet, entscheidet sie sich gemeinsam mit ihrem Freund Peter (Johan Philip Asbæk), das Angebot anzunehmen und in den Big Apple zu ziehen. Die Zukunft scheint strahlend, das Leben macht Spaß und ist unkompliziert.

Das Paar ist fast schon auf dem Weg nach Amerika, da wird Dittes Vater, den sie außerordentlich liebt und bewundert, der Bäckermeister Rikard Rheinwald (Jesper Christensen), Hoflieferant des dänischen Königshauses, ernstlich krank.

Ohne zu zögern sagt Ditte den Umzug nach New York ab, um ihm zur Seite zu stehen. Doch es dauert gar nicht lange, da gerät auch Dittes eigenes Leben völlig aus dem Gleichgewicht.

Denn ihr Vater Rikard verlangt, dass Ditte in Anbetracht seiner schweren Erkrankung den frei gewordenen Platz im Familiengeschäft der Rheinwalds ausfüllt und die Leitung des Bäckereibetriebes übernimmt.

Auf der anderen Seite wirft ihr Freund Peter seine ganze Überredungskraft in die Waagschale. Er versucht sie von diesem Vorhaben abzubringen, fürchtet er doch, dass Ditte aus familiären Rücksichten ihren gemeinsamen Lebenstraum aufgibt.