Berlinale 2008

Die hübschen Boleyn-Schwestern auf der Pressekonferenz

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Selbstverständlich stand der Freitag ganz im Zeichen der drei Hollywood-Talente Scarlett Johansson, Natalie Portman und Eric Bana, die gemeinsam mit ihrem Regisseur Justin Chadwick den außer Konkurrenz laufenden “Die Schwester der Königin” präsentierten, “The Other Boleyn Girl” der amerikanischen Schriftstellerin Philippa Gregory diente hierzu als Romanvorlage. Gregory verwertete für ihren Roman einen historischen Stoff, denn die zweite Ehefrau von König Heinich VIII, Anne Boleyn, wurde 1536 im Tower enthauptet. Anne hatte eine Schwester, Mary Boleyn, die - soweit man der Überlieferung glauben kann - zweitweise ebenfalls Geliebte des Königs gewesen sein soll. Daraus konstruierte Gregory ein Schwesterndrama, das von Intrigen, Romanzen und Verrat nur so strotzt.
Das ganze spielt im England des 16. Jahrhunderts. Natalie Portman spielt Anne, Scarlett Johansson Mary und der australische Schauspieler Eric Bana mimt den König. Als die Ehe des Königs zu zerbrechen droht, wird Anne von ihrem ehrgeizigen Vater und Onkel dazu getrieben, um die Zuneigung des englischen Königs zu buhlen. Doch was Macht bringen und den eigenen Status der Familie erhöhen sollte, endet bald in eine skrupellose Rivalität zwischen Anne und Mary, beide wollen nämlich die Liebes des Königs erobern…

Nicht schlecht diese Kostüm-Kronjuwel, wenn man bedenkt, dass “Die Schwester der Königin” das Spielfilmdebüt des in England geborenen Chadwick war. Portman stieg in das Projekt ein, weil sie endlich einmal einen Film mit der Schauspielerin machen wollte, die sie sehr bewundert. Und Scarlett gab die Komplimente gleich zurück, sie hätte durch die Zusammenarbeit mit Natalie und Eric viel lernen können. Und wie war es die farbenfrohen Kostüme zu tragen? Natalie sagte, sie wären nicht sehr komfortabel gewesen, aber für die Entwicklung der Charakteren hilfreich. Und Johansson bestätigte: “Die Kostüme waren wie ein eigener Charakter. Es war interessant zu sehen, wie sie uns in die damalige Zeit zurückversetzten und unser Spiel veränderten.” Doch sie betonte noch, dass es nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung wäre, um 6 Uhr 30 aufzustehen und sich in ein Korsett pressen zu lassen.

Eric Bana stotterte noch einige Sätze auf deutsch: “Ich weiß net, was ich sagen soll” und erklärte, dass seine Mutter aus der Nähe von Mannheim kommt. Er freute sich über die Zusammenarbeit mit den beiden Hollywood-Engeln: “Sie hatten mich wie einen König behandelt gehabt.”

Und wofür würden sich die beiden Damen im richtigen Leben eher entscheiden, für die Macht oder die Liebe? Natalie überlegt kurz und ruft in die Menge “Für die Macht”, alles lacht. Und Scarlett? Sie versteht erst die Frage gar nicht so richtig und stammelt dann: “I – I – I – I – I – I believe in the power of love, Baby!”

Die fesselnde, historische verbürgte Tragödie startet als opulentes, herzergreifendes Kostümdrama am 06.03. in den deutschen Kinos.

Foto: Universal Pictures International Germany GmbH

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